Biografie

Joachim Schloemer studierte zunächst Architektur. Nach dem Studium arbeitete er als Leiter der Sparte Tanz an den Theatern in Ulm, Weimar und in Basel. Dort begann er in den 90ern seine erste Oper zu inszenieren. 1999 wurde er für den später legendär gewordenen RING und seiner Oper „Rheingold“ an die Stuttgarter Oper abberufen. Im selben Jahr folgte dann seine bahnbrechende Produktion „la Guerra d’amore“ mit René Jacobs am Theater Basel, die barocke Musik und Tanz zu einer neuen Form vereinte. Im Jahr 2000 wurde die Produktion zur Eröffnung des jährlichen Theatertreffens nach Berlin eingeladen.

Mit Beginn seiner freischaffenden Tätigkeit ab 2001 konnte er als Opernregisseur national, wie international Erfolge feiern. Wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit ist es, interdisziplinär und spartenübergreifend Musik und Oper mit Medienkunst zu verknüpfen und zu vereinen.

Besonders nennenswerte Projekte waren u.a. „Cosi fan tutte“ an der Staatsoper Hannover, „les larmes du ciel“ am Theater Luzern, ein Barockmusikprojekt das europaweit auf Festivals präsentiert wurde, „Lost Highway“ von Olga Neuwirth für den steirischen Herbst, „Fidelio“ am Konzerttheater Bern, weitere Wagner Opern u.a. am Aalto Theater Essen und an der Staatsoper Hannover, die Mozart-Trilogie „Irrfahrten“ im Rahmen der Salzburger Festspiele (2006), „die Zauberflöte“ am Nationaltheater Mannheim und „Die Entführung aus dem Serail“ als „artiste étoile“ beim Lucerne Festival 2008.

So erarbeitete sich Joachim Schloemer innerhalb der letzten zwanzig Jahre ein Repertoire von über fünfzig Auftragsarbeiten. Engagements führten ihn u.a. zu den Wiener Festwochen, an die Deutsche Oper Berlin, die staatliche Oper Antwerpen, die Opera Metz und an das Theater Basel.

Im September 2009 übernahm Joachim Schlömer die künstlerische Leitung des Festspielhauses St.Pölten und leitete das Haus vier Jahre lang mit großem Erfolg. Seit 2013 engagiert sich Joachim Schloemer neben seiner Regie- und Kuratorentätigkeit auch im universitären Bereich der Opernausbildung der HKB Bern, hält Vorträge und gibt Masterclasses. Er ist Co-künstlerischer Leiter der Komplizen am Podewil, schreibt Drehbuch und entwickelt neue Werke.

Joachim Schloemer lebt zurzeit in Berlin und Basel/Bern.

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