irrfahrten (2) (abendempfindung) (2006) © Sebastian Hoppeirrfahrten (2) (abendempfindung) (2006) © Sebastian Hoppeirrfahrten (2) (abendempfindung) (2006) © Sebastian Hoppeirrfahrten (2) (abendempfindung) (2006) © Sebastian Hoppe



Die zweite Irrfahrt der Trilogie ist eine Reise ins Innere der Seele. Sie erzählt von einem Menschen in der Mitte seines Lebens. Ein Unglück ist passiert. Es konfrontiert ihn mit offenen Fragen, so dass er sich, im eigenen System gefangen, in Orientierungslosigkeit bis hin zum emotionalen Stillstand verliert. Das Leben, fremdbestimmt und in unwürdige Abhängigkeiten verstrickt, ist unerträglich geworden – nur eine klare Entscheidung kann Veränderung bringen. Eine Sängerin, eine Schauspielerin und ein Tänzer suchen nach den Möglichkeiten eines selbstbestimmten Daseins – ähnlich dem Versuch Mozarts, als erster Komponist seiner Zeit das Leben eines unabhängigen, sich seines Wertes bewussten Künstlers zu führen. Instrumentale und vokale Kammermusik, Symphonisches und drei »Kuckucksarien«, die Mozart zum Broterwerb im Auftrage unzufriedener Sänger für fremde Opern komponierte, verweben sich mit Text und Film zur Zustandsbeschreibung einer Verzweiflung.